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Sicherheit im Wassersport

Häufig fragen Gruppenbetreuer nach den Risiken des Wassersports: Kann ich es verantworten, mit meinen (minderjährigen) Schützlingen auf ein Segelschiff zu steigen, einen Surf- oder Segelkurs zu machen, Kajaks zu mieten? Und was passiert, wenn mal was passiert? Wer trägt die Verantwortung? Wie ist der Versicherungsschutz gewährleistet?

Die Antwort ist zunächst ganz einfach: Die Risiken des Wassersports sind grundsätzlich nicht größer als die Risiken aller anderen Sportarten - zumal dann, wenn die Betreuung durch geschultes Personal gesichert ist und optimale Ausrüstung genutzt wird.

Beides erkennt der Laie zuerst an der Orientierung an den Richtlinien der großen Fachverbände, etwa des Verbandes Deutscher Windsurfing- und Wassersportschulen (VDWS). Das gewährleistet nicht nur eine qualifizierte Ausbildung der Ausbilder, sondern auch das Vorliegen der nötigen Haftungsnachweise, Lizenzen und Versicherungen.

Die Verantwortung für die Teilnahme von Minderjährigen an Kursen und Törns verbleibt wie immer bei den Erziehungs- berechtigten, die eine schriftliche Einverständniserklärung für die Teilnahme an Wassersportaktivitäten gegeben haben sollten.

Muster einer Einverständniserklärung

Grundsätzlich gibt es nur eine einzige Voraussetzung: Die Teilnehmer sollten sicher schwimmen können. Auch ernsthafte Krankheiten, wie Epilepsie oder Asthma, sind kein Hinderungsgrund, müssen allerdings den Betreuern und Wassersportlehrern vorab detailliert beschrieben werden.

Die Verantwortung für die sichere Durchführung tragen aber dann die Anbieter: die Surf- und Segellehrer, Kajakguides und Schiffsführer. Als Profis wissen die sehr gut, wie Sicherheit für alle Teilnehmer zu gewährleisten ist, beispielsweise mit einsteigertauglichen Surf-Boards und Riggs, unsinkbaren Kajaks und kentersicheren Jollen, aber auch und vor allem mit speziellen Verhaltensregeln und Vorsichtsmaßnahmen. Und sollte doch einmal etwas passieren, sind sie geschulte Ersthelfer und Rettungsschwimmer.

Daher kann auch ein Lehrer im Rahmen der Klassenfahrt wirklich ruhigen Gewissens Wassersportaktivitäten zulassen, zumal Wassersport bekanntermaßen pädagogisch besonders wertvoll ist: In der Gruppe wird nicht nur der Zusammenhalt gestärkt, sondern auch das Vertrauen der Teilnehmer in die eigenen Fähigkeiten. Soziale Kompetenzen werden ebenso gefördert wie das Umweltbewußtsein - und das Ganze macht auch noch Spaß!

Dr. Volker Pesch